Das Engadinerhaus

Das Engadinerhaus

Die Chesa Wazzau ist ein typisches Engadiner Bauernhaus: ein massiger Steinbau mit einem breiten Satteldach, einem grossen Haustor und kleinen, tief in die Mauern eingelassenen Fenstern. Hauskanten, Torbögen und Fenstereinfassungen sind mit „Sgraffiti“ verziert, die sich aus Ornamenten, Zeichnungen und Bildern zusammensetzen. Der Engadiner Bauer hat stets seinen gesamten Besitz in einem Gebäude untergebracht: Wohnhaus, Vieh- und Heustall, Speicher, Keller und ein überdachter Hofplatz sind unter einem Dach vereint, ein grosses Scheunentor trennt den Sulér vom Heustall.

Charakteristisch für ein Engadinerhaus sind auch die kleinen Fenster, die aussehen wie Schiessscharten: Je kleiner die Fenster, desto weniger Wärme gibt das Haus nach aussen ab. Damit trotzdem möglichst viel Licht in die Wohnräume gelangt, sind die Fensternischen nach aussen wie Trichter gebaut. Die Stubenfenster sind auf die Strasse oder den Vorplatz ausgerichtet – schliesslich will man ja wissen, was im Dorf so passiert.